Zugelassene Abfälle

Definition

Hausmüll

Abfälle aus privaten Haushalten, die von den Entsorgungspflichtigen selbst oder von beauftragten Dritten in genormten, im Entsorgungsgebiet vorgeschriebenen Behältern regelmäßig gesammelt, transportiert und der weiteren Entsorgung zugeführt werden.

Sperrmüll

Feste Abfälle, die wegen ihrer Sperrigkeit nicht in die im Entsorgungsgebiet vorgeschriebenen Behälter passen und getrennt vom Hausmüll gesammelt und transportiert werden. Hierzu zählen jedoch nicht Abfälle aus Gebäuderenovierungen und Haushaltsauflösungen und Wertstoffe, die getrennt vom Sperrmüll eingesammelt werden.

Bioabfall

Im Siedlungsabfall enthaltene biologisch abbaubare nativ- und derivative-organische Abfallanteile (z.B. organische Küchenabfälle, Gartenabfälle).

Gewerbeabfall (einschl. Direktanlieferer)

Abfälle, die üblicherweise nicht in Haushaltungen anfallen und Hausmüll der nicht von den Entsorgungspflichtigen selbst oder von beauftragten Dritten in genormten, im Entsorgungsgebiet vorgeschriebenen Behältern regelmäßig gesammelt, transportiert und der weiteren Entsorgung zugeführt wird.

Garten- und Parkabfälle

Überwiegend pflanzliche Abfälle, die auf gärtnerisch genutzten Grundstücken in öffentlichen Parkanlagen und auf Friedhöfen sowie als Straßenbegleitgrün anfallen.

Problemabfälle aus Haushaltungen

Problemabfälle sind die in den Haushaltungen üblicherweise anfallenden Kleinmengen von Stoffen, die bei der Beseitigung Nachteile für Personen, Umwelt, Anlagen und Verwertungsprodukten hervorrufen können, insbesondere Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, öl- und lösemittelhaltige Stoffe, Farben und Lacke, Desinfektions- und Holzschutzmittel, Chemikalienreste, Batterien, Akkumulatoren, Leuchtstoffröhren, Säuren, Laugen und Salze.

Erdaushub mit Verunreinigungen

Erdaushub mit Verunreinigungen sind Abfälle aus Erdbaumaßnahmen mit schädlichen Beimengungen, bei denen durch die Ablagerung auf einer Erddeponie eine Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit zu besorgen ist.

Bauschutt mit schädlichen Verunreinigungen

Bauschutt mit Verunreinigungen sind mineralische Abfälle aus Baumaßnahmen mit schädlichen Verunreinigungen, bei denen durch die Ablagerung auf einer Erddeponie eine Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit zu besorgen ist.

Wertstoffe

Abfallbestandteile oder Abfallfraktionen, die zur Wiederverwertung oder für die Herstellung verwertbarer Zwischen- oder Endprodukte geeignet sind.

Baustellenabfälle

Nichtmineralische Stoffe aus Bautätigkeiten, auch mit geringfügigen Fremdanteilen.

Klärschlamme

Bei der Behandlung von Abwasser in kommunalen oder entsprechenden industriellen Abwasserbeseitigungsanlagen anfallender Schlamm, auch soweit er entwässert oder getrocknet oder in sonstiger Form behandelt wurde.

Verpackungsabfälle

Die in der Verordnung über die Vermeidung von Verpackungsabfällen (Verpackungsverordnung - VerpackV) vom 12.06.1991 (BGBl. I S. 1234 ff.) genannten Verpackungen sind ab den dort genannten Terminen den Rücknahmeverpflichteten zu überlassen, soweit diese die Verpackungen der erneuten Verwendung oder einer stofflichen Verwertung außerhalb der öffentlichen Abfallentsorgung zuzuführen haben.

Die Sammelbehältnisse zur separaten Erfassung von Bioabfall müssen mindestens 80 Ltr. Fassungsvermögen haben. Das Verpacken von Bioabfall in Kunststofftüten oder Papiersäcke ist nicht zulässig. Ausgenommen hiervon ist ein ungebleichter und ungewachster Papierbeutel für das Bioabfallvorsortiergefäß.

 

Zusätzliche Anlieferungsbedingungen für Deponien

Haus- und Sperrmüll, Gewerbeabfälle
Im Einzugsgebiet ist flächendeckend die getrennte Erfassung von verwertbaren Abfällen und kompostierfähigen Abfällen (pflanzliche Abfälle sowie nativ-organische Abfälle aus Haushaltungen) durchzuführen.

Klärschlamm
Klärschlämme sollen die Klärschlammverordnung (KSVO) in der jeweils gültigen Fassung einhalten, damit sie einer Verwertung zugeführt werden können.
Klärschlämme, die die KSVO nicht einhalten, werden nur angenommen, wenn sie durch Trocknung
einen Wassergehalt von weniger als 35 % und eine Mindestflügelscherfestigkeit von 50 kN/m2 haben.

Zusätzliche Anlieferungsbedingungen für Biokompostierungsanlagen

Für die Biokompostierung im Kompostwerk und in den dezentralen Kompostierungsanlagen im Landkreis Tübingen sind folgende Bedingungen einzuhalten:

a) Angenommen werden häusliche Küchenabfälle wie z.B.:

  • Brot
  • Eierschalen
  • gekochte Speisereste
  • Kaffee- und Teesatz
  • Molkereiprodukte
  • Pflanzenreste von Obst und Gemüse z.B. Schalen, Blätter, Kerngehäuse usw.
  • saugfähiges Papier wie Filtertüten, Papiertüten, Knüllpapier (kleine Teile, Küchenpapier)
  • Schalen und Kerne von Zitrusfrüchten
  • Schwarzdruckpapier (Tageszeitungspapier zur Sickerwasservermeidung)
  • Streu aus Kleintierhaltung
  • Verdorbenes, Verschimmeltes
  • Wurst, Fleisch
  • Zimmerpflanzen
  • Ähnliches

häusliche Gartenabfälle, wie z.B.:

  • Heckenschnitt und Zweige
  • Kräuter, Blumen usw.
  • Laub
  • Rasenschnitt

b) Maximal ca. 1 Gewichtsprozent ohne Eisenmetalle und Glas dürfen enthalten sein von:

  • Babywindeln und Binden
  • Baustellenabfälle
  • buntbedrucktes Papier
  • grobe Gartenabfälle, Baum- und Heckenschnitt, Wurzelstöcke
  • Kehricht aus dem Hobby- bzw. Heimwerkerbereich
  • Medikamente
  • nicht kompostierfähige Materialien wie Glas, Papier (Zeitungen, Bücher etc.), Metalle,
  • Kunststoffe, Problemstoffe, Mineralien (z.B. Erde und Bauschutt), Textilien und Verbundstoffe
  • Staubsaugerbeutel
  • Straßenkehricht

c) Sonstiges

  • Bioabfälle, die einen Störstoffanteil von mehr als 1 Gewichtsprozent haben, können zurückgewiesen werden.
  • Der Bioabfall darf einen Wassergehalt von maximal 65 % nicht überschreiten.
  • Die Sammelbehältnisse zur separaten Erfassung von Bioabfall müssen mindestens 80 Ltr. Fassungsvermögen haben. Das Verpacken von Bioabfall in Kunststofftüten oder Papiersäcke ist nicht zulässig. Ausgenommen hiervon ist ein ungebleichter und ungewachster Papierbeutel für das Bioabfallvorsortiergefäß.